GPS am Motorrad PDF Drucken E-Mail
Warum eigentlich!? Nachdem wir häufig Touren mit mehreren Maschinen fahren (z.B. die regelmäßige Großglockner-Tour...) und es relativ anstrengend ist, auf den Verkehr, die Kolonne und gleichzeitig auch noch auf den richtigen Weg zu achten, habe ich mich entschlossen, mir ein Navi-System ans Mopped zu schrauben.

Ein reines GPS-System kam nicht in Frage, da der PDA bei mir noch andere Aufgaben (Terminkalender usw.) übernehmen muss. Und bei dem derzeitigen Preisvorteil der PDA's mit GPS-Software hätte sich alles Andere auch nicht gelohnt. Also entschied ich mich für einen ACER n35 mit eingebauter GPS-Antenne, um schon mal ein unnötiges Kabel einzusparen. Abgesehen davon, dass der n35 kein WLAN und kein Bluetooth unterstützt, bin ich mit dem Teil absolut zufrieden. Vor allem, da ich für den Acer incl. GPS-Software, Autoladekabel, Autohalterung, Datenkabel, Netzteil und 256MB Speicherkarte als Ausstellungsstück mit voller Garantie nur € 260.- gelöhnt habe. Als GPS-Software war der Destinator dabei, ich hab mich aber dann doch für TomTom5 entschieden. Eine 1GB-Highspeed-SD-Karte habe ich mir auch gleich noch dazu gekauft, damit neben den Navi-Karten auch noch ein paar Anwendungen (und Filmchen...) auf die Karte passen. Außerdem habe ich bei eBay ein zweites KFZ-Ladekabel geschossen, damit ich eins für's Auto und eines für's Motorrad habe.

Wie kommt das GPS nun an's Mopped? Am besten geeignet schien mir ein Ram-Mount-System, das ich mir bei Sky-Fox relativ günstig zusammengestellt habe. Der Arm mit zwei Kugelgelenken lässt sich in alle Richtungen verstellen. Da die VFR dummerweise Stummellenker hat, an denen nirgendwo Platz ist, um eine Lenkerschelle zu befestigen, ging ich folgendermaßen vor:
Das untere Kugelgelenk sägte ich direkt über der Basisplatte ab, so dass die Kugel samt Hals übrigblieb.

Kugelgelenk

In den Hals schnitt ich von unten ein M5-Gewinde, in das ich eine 20cm lange Gewindestange aus dem Baumarkt geschraubt habt. Mit einer großen Unterlegscheibe lässt sich das von oben wunderbar durch den Steuerkopf stecken, nachdem man die Plastikabdeckung abgenommen hat. Von unten kommt in den Steuerkopf auf die Gewindestange wieder eine große Unterlegscheibe, danach eine Mutter. Da das Steuerkopfrohr nach oben konisch zusammenläuft, lässt sich die ganze Konstruktion mit der Mutter bombenfest anziehen. Auf die Kugel kommt dann das Verbindungsstück.

Verbindungsstück


Wie aber nun das GPS an den Verbindungsarm bekommen? Dazu habe ich bei Conrad ein leeres Gerätegehäuse gekauft, in das mein PDA von der Breite und der Tiefe wunderbar reinpasst, die Länge habe ich so gewählt, dass ich den Stecker des Ladegerätes gleich integrieren kann. Ein paar Schnitte mit der Metallsäge, und das Ganze sieht so aus:



 

Hinten habe ich mit Heißkleber den Stecker des Ladegerätes so eingeklebt, dass der PDA genau draufrutscht, wenn ich ihn in die Halterung schieben. Die beiden Verriegelungshäkchen am Ladestecker habe ich abgeknipst, damit ich den PDA auch wieder aus der Halterung herausbekomme. Mit den eingeklebten Filz-Streifen hält der PDA während der Fahrt auch so richtig fest in der Halterung. Das Ladekabel habe ich durchtrennt und an eine Cinch-Buchse in der Halterung gelötet, die Seite des Kabels mit dem Bordstecker habe ich mit einem Cinch-Stecker versehen. Etwas anderes hatte ich zu Hause gerade nicht rumliegen. Dann noch die Basisplatte mit der Kugel an die Rückseite des Gehäuses geschraubt - und fertig!



Während der Fahrt kann ich das Display so wunderbar ablesen (viel besser als im Tankrucksack), außerdem behindert es mich nicht beim Fahren und die Sicht auf die Instrumente ist auch nicht verdeckt. Mein System habe ich schon auf der ein oder anderen Tour ausprobiert und bin voll zufrieden. Das Einzige, was mich noch stört, ist der Knopf im Ohr für die Sprachansagen von Lisa (so heißt das Mädel in meinem PDA), denn der drückt nach einer Weile unter dem Helm. Aber da fällt mir schon auch noch was ein...

Viel Spaß beim Basteln!
Sky

 
 
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